Der Ramadan ist nicht nur der Monat in welchem die Offenbarung des Korans an den Propheten Mohammed (fsm) begann, sondern auch die Zeit, in der der Muslim spirituell reifen kann. Im Ramadan treffen Fasten, Gottesdienste, Gemeinschaft und Spendengaben zusammen.

Es geht um die Beziehung zwischen dem Fastenden und seinem Schöpfer. Der Fastende sucht nach Wegen, die ihm die Gottgefälligkeit erbringen.

Auch die Weltanschauung des Menschen bekommt eine neue Dimension. Mit dem ersten Schluck Wasser beim Fastenbrechen wird man sich dessen Bedeutung bewusst. Ein Glas Wasser und eine Scheibe Brot haben für einen Hungernden viel Wert. Dieses Bewusstsein soll Menschen dazu verleiten, weniger verschwenderisch zu sein.

Ein weiterer Aspekt ist die Beziehung des Fastenden zu seiner Umwelt. Auf der Welt gibt es Millionen von Menschen, die tagelang keinen Zugang zu einer Mahlzeit und/oder sauberem Trinkwasser finden. Die Ramadanzeit soll das Mitgefühl und die Verantwortung für diese Menschen wecken.

Das Fasten fördert das Gewissen und vergrößert die Widerstandskraft. Wer fastet denkt mehr an Gott und übt sich in wohltätiger Nächstenliebe. Die Muslime genießen auch das besondere Miteinander in der Familie und unter Freunden im Fastenmonat.